FAQ
Häufige Fragen und Antworten:
(adaptiert von carrotmobberlin.com)
Was ist ein Carrotmob?
Ein Carrotmob ist ein Netzwerk von ökologisch bewussten Konsumenten, die…
- durch strategischen Konsum die Unternehmenswelt nachhaltig zum Positiven verändern wollen.
- Unternehmen und Geschäften Anreize bieten, umwelt- und sozialverträgliche Entscheidungen zu treffen.
- diejenigen Geschäfte unterstützen wollen, die den vergleichsweise größten Beitrag dazu leisten werden.
- transparent und demokratisch handeln und alle Interessierten herzlich willkommen heissen!
Weitere, ausführlichere Infos dazu:
www.carrotmob.org (in englisch)
Und um was gehts konkret am 7. August?
Tätige deine Einkäufe am 7. August im Alban Market an der Klybeckstrasse 101 in Kleinbasel. Der Alban Market wird 50% des an diesem Tag erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.
Wenn der Carrotmob vorbei ist beginnen unsere Experten dann sofort, die notwendigen und durch den Carrotmob ermöglichten (das hängt von euch ab) Massnahmen umzusetzen.
Wie kann ich helfen?
Komm’ vorbei und sag all deinen Freunden Bescheid!
Folg uns auf twitter.com oder trete den Facebook/Flickr Gruppen ‘Carrotmob Basel’ bei und lade deine Freunde und Bekannten dazu mit ein. Wenn du einen Blog besitzt, dann wäre es natürlich super, wenn du über den Carrotmob schreibst!
Gründe einen eigenen Carrotmob in deiner Stadt.
Wenn du denkst, auf bestimmten Gebieten den Carrotmob in Basel unterstützen zu koennen – z.B. mit deiner Motivation oder Expertise – schreib uns einfach.
Ich habe einen Laden, kann ich mitmachen?
Grundsätzlich werden natürlich keine Läden von vornherein ausgeschlossen, von prinzipiell unethischen oder rassistischen Geschäften mal abgesehen. Wir haben jedoch aus u.a. organisatorischen Gründen für den ersten Carrotmob in Basel festgelegt, nur Quartierlädeli aus Kleinbasel zu fragen bzw. teilnehmen zu lassen.
Für die erste Aktion ist es leider schon zu spät, für die nächste Aktion sind natürlich Anfragen jederzeit willkommen.
Warum nur Quartierlädeli in Kleinbasel?
Der Carrotmob am 7. August ist die erste Aktion dieser Art in der Schweiz überhaupt und soll das Prinzip, den Sinn und die Funktionsweise eines Carrotmobs an einem lokal begrenzten und einfachen Beispiel erproben und verdeutlichen.
Quartierlädeli, weil …
- du nichts kaufen sollst, was du nicht auch brauchst! (Guter Tropfen für den Abend oder Steak für auf den Grill etc.)
- Quartierlädeli-Besitzer meist keine/wenig finanzielle Mittel haben, um energiesparende Massnahmen umzusetzten.
- ihnen oft nicht nur das Geld sondern auch die Expertise fehlt.
Interessieren euch nur kleine oder auch grosse Unternehmen?
Grosse Unternehmen wie Migros oder Coop verfügen in der Regel über das nötige Fachwissen und Kapital, Energiespar-Massnahmen umzusetzen. Leicht können sie Beratungskosten oder Umbaumassnahmen auf viele Filialen verteilen. Der kleine Einzelhandel hingegen hat es wesentlich schwerer. Meist verfügt er nicht über das Know How oder das Kapital für kompetente Beratung. Hier wollen wir ansetzen. Wir verhelfen dem Geschäft zu mehr Umsatz und bieten die nötige Beratung, um das erwirtschaftete Kapital zu Gunsten der Umwelt und der Kosteneinsparung einzusetzen.
Doch grundsätzlich interessieren uns natürlich auch grosse Unternehmen, die Idee des Carrotmobs lässt sich auch auf grosse Unternehmen anwenden. Der Carrotmob am 7. August ist die erste Aktion dieser Art in der Schweiz überhaupt und soll das Prinzip, den Sinn und die Funktionsweise eines Carrotmobs an einem lokal begrenzten und einfachen Beispiel erstmal verdeutlichen.
Warum müssen die Geschäfte miteinander konkurrieren?
Wir glauben, dass in einer idealen Carrotmob Kampagne mehrere Unternehmen im Wettbewerb stehen, aber nur einer gewinnen wird. Dies ist keine starre Regel, aber wir denken, dass es aus mehreren Gründen ideal ist. Erstens, weil es zu stärkeren Verpflichtungen für die Unternehmen führt und die Kampagne dadurch bessere Ergebnisse erzielen kann. Ausserdem wird es für den Mob durch den Bieterprozess einfacher und demokratischer zu entscheiden, wer letztendlich den Zuschlag bekommen soll.
Warum können nicht alle Unternehmen gewinnen? Wenn 5 Unternehmen mitbieten, warum mobben wir nicht einfach alle 5 Unternehmen?
Nun zunächst einmal, weil es ansonsten kein Wettbewerb ist. Zweitens ist es der Sinn des Carrotmobs, die Konsumenten entscheiden zu lassen, welches besondere Geschäft unterstützt werden soll. Drittens und vielleicht am Wichtigsten: wir müssen verstehen, was das Rüebli eigentlich wirklich ist. Es besteht aus zwei Teilen: Bargeld und Reputation. Ein Unternehmen wird, auf der einen Seite, während des Mobs eine Menge Bargeld mehr bekommen als gewöhnlich. Auf der anderen Seite bekommt es dadurch einen besseren Ruf, und somit eine langfristige Steigerung der Gewinne, weil Bekanntheit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt. Der Grund mitzumachen ist genau dieses wertvolle Rüebli – wenn nun alle diese Rüebli “einfach so” bekommen, verlieren die Geschäfte den Anreiz mitzumachen, und wir verlieren unser Mittel unsere Forderungen und Bedingungnen durchzusetzen.
Historisch gesehen überleben die Unternehmen, die am “erfolgreichsten” sind, die meiste Macht besitzen, am talentiertesten und kreativsten sind oder am besten Löhne und Sozialstandards drücken und dadurch die höchste Rendite erzielen. Dabei ist oft uninteressant, ob sie die Umwelt und das Klima belasten.
Wir wollen “Erfolg und Misserfolg am Markt” damit verbinden, wie sozial und ökologisch verantwortlich ein Unternehmen handelt.
Wie garantiert ihr, dass der Laden zu seinen Verpflichtungen steht?
Auf unterschiedlichen Wegen versuchen wir dafür Sorge zu tragen, dass die Aktion am Ende so abläuft, wie gedacht:
Zunächst verpflichtet sich der Besitzer des Ladens vor laufender Kamera zu der von ihm eingebrachten Prozentzahl des Umsatzes und dazu, dass er die volle daraus resultierende Summe nach der Aktion zusammen mit uns für Klimaschutz- und Energie-Effizienz-Massnahmen in seinem Laden ausgibt. Möchte er nicht sehr schlechte Publicity ernten, wird er zu seinem Wort stehen.
Zusätzlich wird es eine schriftliche Erklärung geben, die die Vereinbarung festhält. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Einwilligung des Ladenbesitzers, uns “freie Hand” zu lassen in der Auswahl der Klimaschutzmassnahmen. Die Kontrolle behalten also wir.
Wer steckt hinter carrotmob-basel.ch?
Der Carrotmob Basel wird von einer kleinen Gruppe junger Leute aus dem Hedonoeko Verein und in Kooperation mit dem Verein Neubasel freiwillig und unentgeltlich ins Rollen gebracht. Für uns alle ist Umweltbewusstsein seit längerem ein wichtiges Thema und seit bald einem Jahr erproben wir unkonventionelle Kozepte der Nachhaltigkeitskommunikation. Nun ist es wieder an der Zeit etwas neues zu probieren. Carrotmob Basel ist Non-Profit und wir machen alles ehrenamtlich.
Carrotmob und dann?
Mit dem Carrotmob ist es natürlich nicht getan. Er zeigt aber recht anschaulich wie wir gezielt, kollektiv und organisiert etwas ändern können! Er zeigt uns unsere Macht etwas zu ändern. Wo setzen wir als nächstes an?
Ich habe noch weitere Fragen…
Frag hier!


Peter Jossi
Liebe Mobistas
Interessanter Ansatz.
Als Berater von Unternehmen mit Schwerpunkt Verarbeitung und Handel von Lebensmitteln mit nachhaltigem Mehrwert ( Bio, Regio, Fair Trade….) interessiert mich Eure Aktion natürlich.
Ich bin auch Migründer des Netzwerks http://www.bionetz.ch und Mitbetreiber des entsprechenden Infoservices.
Ich habe auch gute Kontakte zum Detailhandel in MigrantInnen-Kreisen.
Falls eine Kooperation für Euch von Interesse ist, könnten wir die Möglichkeiten im Detail diskutieren.
Schöne Grüsse
Peter Jossi
Murbacherstrasse 34
4056 Basel